Rätsel

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWas mag sich hinter dieser Tür verbergen? Leider war die Beteiligung bescheiden. Hinter dieser Pforte wohnt die Familienbibliothek Glogauer Straße. Nicht wirklich einladend!

Spazieren in Berlin

Weil mich die Geschichte Berlins immer interessiert, habe ich mir das Buch Spazieren in Berlin von Franz Hessel bei der Landesbibliothek, der früheren Amerika-Gedenkbibliothek, ausgeliehen. Es ist die Erstausgabe aus dem Jahr 1929. Auf knapp 300 Seiten schildert der Autor in lockerem Ton seine Eindrücke und Erlebnisse beim Schlendern durch die Stadt. Es gibt einige Passagen, die mich beim Lesen verharren lassen.

»Der künftige Potsdamer Platz wird von zwölfgeschossigen Hochhäusern umgeben sein.«

Später, im Kapitel über den Landwehrkanal, heißt es:

»Die Kottbuserstraße führt uns zurück an den Kanal, und wir kommen in die Budenstadt eines Marktes, der das ganze Maybacher Ufer bedeckt.«

Der Zeitsprung gelingt mühelos, als wären keine 85 Jahre vergangen. Er schildert Angebote, die auch heute noch zu haben sein könnten. Eine wunderbare Entdeckung!

Kurz geratene Teststrecke

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upperbike – share your bike

Bild Mietfahrrad upperbike

Bildquelle upperbike.com

upperbike – ein neuer Online-Marktplatz, mit Sitz in Berlin, der sich auf die Vermittlung von (privaten) Mietfahrrädern spezialisiert hat.

Wir haben mit dem Gründer Felix Möller ein kurzes Interview geführt.

HSB: Hallo Felix, man sagt ja “Teilen ist das neue Haben”. Ist das auch die Grundidee hinter upperbike?

Felix: Ja, und besonders beim Fahrrad macht das Teilen sehr viel Sinn. So kann ich je nach Bedarf sowohl das Transportrad für den Einkauf oder das leichte Rennrad für den Ausflug unkompliziert in meiner direkten Nachbarschaft mieten. Und das mit nur einem Klick. Das ist die Idee, die hinter upperbike steht. Mein Ziel ist es, mit upperbike so vielen Menschen wie möglich den Zugang zu unterschiedlichen Fahrrädern zu ermöglichen.

HSB: Hat nicht eigentliche jede und jeder irgendwo ein Fahrrad rumstehen?

Felix: In Berlin kommen auf 1000 Leute 721 Fahrräder. Viele davon werden nur selten gefahren und könnten mit upperbike besser genutzt werden. Gleichzeitig können sich alle Fahrradbesitzer damit noch etwas dazu verdienen.

HSB: Wieso gibt es upperbike-Angebote neben Berlin ausgerechnet in Bocholt und Karlsruhe?
Felix: Das ist Zufall. Letztendlich ist Bike-Sharing überall möglich und sinnvoll. In der Stadt und auf dem Dorf.

HSB: Was ist nach einer erfolgreichen Betaphase geplant?

Felix: Wir werden die Betaphase Ende des Jahres abschließen. Wir wollen upperbike und besonders die Usability weiter verbessern. Zurzeit arbeiten wir an der englischen Version.

HSB: Fährst Du eigentlich auch Auto?

Felix: Selten, aber wenn, dann sehr gerne. Hauptsächlich für größere Transporte oder wenn es raus geht aus Berlin. Dann leihe ich mir ein Auto. In Berlin geht es ohne eigenes Auto sehr gut.

HSB: Vielen Dank!


upperbike ist eine individuelle Fahrrad-Kontaktbörse.

So funktioniert upperbike:

upperbike ist ein praktischer Marktplatz, auf dem Verleiher ihre Fahrräder zur Verfügung stellen können. Das kann ein stabiles Mountainbike, das sportliche Rennrad, das Hollandrad mit Anhänger, das leichte Single-Speed-Rad, das individuelle Faltrad oder das Transportrad für den Großeinkauf oder den Ausflug sein. Je mehr Individualität, desto besser!
Denn interessierte Mieter der Räder können sich jetzt über alle verfügbaren Modelle sowie über die Möglichkeiten des Fahrradverleihs informieren und dann auswählen, ob in der Nähe ihres jeweiligen Standorts eines der ausgewählten Räder verfügbar ist. Wenn der Interessent ein Modell ausgewählt hat und die Reservierungsanfrage vom Fahrradverleiher bestätigt wurde, dann erhält er alle Daten zur Kontaktaufnahme mit dem Vermieter.
(Quelle: upperbike.com)

Möge das Chaos beginnen

Die Warschauer Strasse wird umgebaut - Foto: h|b

Die Warschauer Strasse wird umgebaut – Foto: h|b

Dieser Beitrag würde bei Twitter mit dem Satz beginnen: “Dies ist ein Service-Tweet”. Also ist das jetzt ein Serviceblogbeitrag mit der folgenden Empfehlung: Meiden Sie unbedingt für rund ein Jahr die Warschauer Straße in Friedrichshain. Solange soll es ungefähr dauern, bis sie komplett umgebaut ist. Seit heute wird der erste Abschnitt – von der Warschauer Brücke bis zur Kopernikusstraße – für die neue Verkehrslenkung abgesperrt und beschildert. Unterstützt von einer Hundertschaft Polizei versucht man das Chaos der ersten Tage in den Griff zu bekommen. Es wird auf jeden Fall spannend. Wer mehr dazu wissen möchte wird hier fündig.

Umsonst und draußen

Spree, Sonnenuntergang, Musik, was braucht es mehr - Foto: h|b

Spree, Sonnenuntergang, Musik, was braucht es mehr – Foto: h|b

Im Rahmen der “Berlin Music Week” finden entlang der Mühlenstraße heute und morgen viele Liveauftritte junger Künstler statt. Hauptstage ist am O2 Anleger. Wer Lust hat Newcomerbands zu hören und den Sommer melodisch bei einem schönen Sonnenuntergang ausklingen zu lassen, kann das morgen noch zwischen 15 und 20 Uhr im Rahmen des “First we take the streets” Festivals.

Neuköllner Zwiebelfisch

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Eichhörnchen tritt zurück

Nix mehr Wowi. Jetzt tun alle überrascht. Ich bin es nicht. Nach dem Debakel mit der BER-Eröffnung und der Tatsache, dass es nicht gelingt, einen vernünftigen Termin zu nennen, ahnte ich, dass er nicht mehr Bürgermeister sein wollte. Denn mir ist der Mann seit seiner Zeit als Schulstadtrat in Tempelhof bekannt, als er auch noch den Damen zugetan war. Er war charmant und rücksichtlos. Eine geniale Kombination für einen Politiker. Der Taspi hat eine schöne Sammlung von Karikaturen zusammengestellt.

Inklusive Stadt im Fluss

Inklusion – ein Begriff der viele Menschen und Institutionen umtreibt: Gemeinsame Erlebnisse, gemeinsame Lebensführung von Behinderten und Nicht-Behinderten wird selten so lebensnah verfolgt, wie an diesem Wochenende auf dem Uhlandstraßenfest zwischen Ku’damm und Lietzenburger Straße…

Uhlandstraße

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Sportliches Moabit

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Ziel am letzten Sonntag hieß Moabit, Lehrter Straße. Ich suche das Poststadion. Fahre zunächst daran vorbei. Ich parke etwas abseits. Vorbei an den Gebäuden des früheren Gefängnisses, in dem auch mal das Amtsgericht Tiergarten residierte, erreiche ich die Zufahrt zum Stadion, wo noch die alten Kassenhäuschen stehen und langsam verfallen. Dieser Teil der Anlage lässt die frühere Bedeutung des Stadions erahnen. Es sind 8 Eingänge zu beiden Seiten des Tores. Hier wurden Tausende von Besuchern erwartet. Für das heutige Ereignis, dem Regionalligaspiel zwischen Berliner AK 07 und VFC Plauen, genügt ein einziges Kassenhäuschen. Auf meinem Weg dorthin schaue ich auf die Rückseite der ehemaligen Justizgebäudes und eine hohe Betonmauer von rostigem Stacheldraht gekrönt.

Als ich auf dem Weg zum Stadion kurz innehalte, spricht mich ein älterer Herr an: „Kann ich Ihnen weiterhelfen?“ Ich verneine. Er folgt meinem Blick auf die Mauer und sagt: „Das sieht schon recht martialisch aus.“ Da kann ich nur zustimmen. „Da sollen demnächst Eigentumswohnungen hinkommen. Dann sieht es bestimmt besser aus.“, ergänzt er, und erklärt weiter, das Stadion wäre vor einigen Jahren wachgeküsst worden. Vorher wäre alles völlig zugewachsen und verwildert gewesen. Vom letzten Höhepunkt des Stadions, als 1987 beim Oberligaspiel von Hertha gegen Türkiyemspor fast 12.000 Zuschauer Eintritt bezahlt hatten, scheint er nichts zu wissen.

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Park & Write?

Mind your Laptop

Besser nicht, das stimmt. Sachdienlicher Hinweis zur Handhabung von Laptops im öffentlichen Raum, gesehen in Neukölln.

Sportliches Lichterfelde

Bei sommerlichem Wetter mache ich mich auf nach Lichterfelde. Dorthin, wo Berlin noch Dorf ist: mit schmalen Kopfsteinpflaster-Straßen und vielen schön anzusehenden kleinen Villen. Mein Ziel ist das Stadion Lichterfelde, in dem Viktoria 1889 seine Heimspiele austrägt. Zu Gast ist Budissa Bautzen. Warum will sich der olle Neuköllner so etwas antun? Antwort: Er mag Fußball und will wissen, wie so ein Spiel der vierthöchsten Klasse ist. Mit acht Euronen für einen Stehplatz darf er dabei sein. Es ist irgendwie liebenswert, wie hier versucht wird, den Hochpreis-Sport zu imitieren. Es gibt einen VIP-Eingang und mein Beutel mit Buch und Brillenetui wird beim Einlass sorgfältig inspiziert. Ich darf ohne Beanstandung rein. Ungefähr 500 Leute haben sich eingefunden, um 90 Minuten Männersport zu erleben. Traditonsgemäß verköstigt man sich mit Bratwurst vom Grill. Die ist lecker. Nur das Brötchen ist pappig. Aber immer noch besser als das teure Zeug im Olympiastadion. Das Spiel selbst entspricht meinen Erwartungen. Die sind nicht hoch. Hier wird fußballerische Hausmannskost geboten. Einzig auffällige Figur ist der Torhüter von Budissa, der alles, was als hohe Flanke in die Nähe seines Tores kommt, gekonnt herunterpflückt. Er sorgt auch für einen guten Lacher, als er, nach einer Ermahnung durch den Schiedsrichter, zu einem der Linienrichter hingeht und sagt: „Spiele ich nicht auf Zeit, mache ich erst ab fünfzigste Minute.“ Die Viktorianer mühen sich redlich, einen Treffer zu erzielen. Doch das will ihnen heute nicht gelingen. So feiern die angereisten Fans aus Sachsen ihr Eins zu Null: „Auswärtssieg! Auswärtssieg!“ Niedlich ist die kleine Pressekonferenz nach dem Spiel. Dabei erreichen die Floskeln der Trainer fast Erstliga-Niveau. Wer überprüfen will, wie sich Viktoria im Spiel gegen einen Bundesligisten schlägt, hat dazu am kommenden Sonnabend um 20:30 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion Gelegenheit. Dann trifft man auf Eintracht Frankfurt.

Wildes Berlin

Der Tagesspiegel hat eine sehr schöne Fotostrecke zum Thema zusammengestellt.